Balkonkraftwerk: Die eigene PV-Anlage für Mieter und Eigentümer

Um nachhaltigen Strom zu produzieren, braucht es nicht gleich ein ganzes Hausdach. Auch auf dem Balkon oder der Terrasse einer Mietwohnung können Sie dank einem Balkonkraftwerk effektiv Energiekosten sparen. Die Mini-Solaranlage ist schnell montiert und wird einfach per Stecker an eine Steckdose angeschlossen.

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Was ist ein Balkonkraftwerk?

Unter dem Begriff »Balkonkraftwerk« (auch Mini-PV oder Stecker-Solaranlage) versteht man kleine Photovoltaik-Anlagen mit einer Leistung von maximal 800 Watt. Diese wandeln Sonnenstrahlung in Strom um und können flexibel an Balkongeländern, Fassaden oder auf dem Boden aufgestellt werden.

Wie funktioniert eine Mini-Solaranlage?

Das Prinzip ähnelt den großen Photovoltaikanlagen auf Hausdächern, jedoch ist die Installation bei einem Balkonkraftwerk weitaus einfacher und schneller. Sie benötigen weder Dachdecker noch aufwendige Montagearbeiten.

Da es sich um sogenannte Plug-in-Anlagen handelt, erfolgt die Verbindung zum hauseigenen Stromnetz direkt über einen Schuko-Stecker in die Steckdose.

Wichtiger Sicherheitshinweis: Die Einspeisung muss direkt in eine Wandsteckdose erfolgen. Verwenden Sie keine Verlängerungskabel oder Mehrfachsteckdosen.

Die Rolle des Wechselrichters

Der eingebaute Wechselrichter wandelt die vom Solarmodul erzeugte Gleichspannung in netzkonforme Wechselspannung (230 V/50 Hz) um. Physikalisch sucht sich der Strom immer den kürzesten Weg. Das bedeutet: Der selbst erzeugte Strom fließt direkt zu Ihren Verbrauchern.

Sie versorgen damit beispielsweise:

  • Kühlschrank und WLAN-Router (Grundlast)
  • Waschmaschine oder Toaster
  • Klimaanlage im Sommer


Überschüssiger Strom, den Sie nicht sofort verbrauchen, fließt ins öffentliche Netz. Daher ist in Österreich ein digitaler Stromzähler (Smart Meter) vorgeschrieben.

Funktioniert die Anlage bei einem Blackout?

Nein, standardmäßig nicht. Aus Sicherheitsgründen schaltet sich das Balkonkraftwerk bei einem Stromausfall vollautomatisch ab (Netzentkupplung), um Techniker am Netz nicht zu gefährden. Die Lösung: Es gibt Balkonkraftwerke mit Speicher, die inselfähig sind und im Notfall weiter Strom liefern können.

Ertrag & Wirtschaftlichkeit: Wann lohnt sich ein Balkonkraftwerk?

Die Amortisationszeit sinkt durch hohe Strompreise stetig. Laut E-Control liegt der Strompreis in Österreich (abhängig vom Vertrag) oft zwischen 19 und 72 Cent pro kWh.

Beispielrechnung: Mit einem 800 Watt Balkonkraftwerk können Sie in Österreich ca. 700 kWh pro Jahr erzeugen. Das entspricht einer potenziellen Einsparung von etwa 300 Euro jährlich.

Der tatsächliche Ertrag hängt von folgenden Faktoren ab:

  1. Ausrichtung: Süd ist optimal, aber auch Ost/West liefert gute Ergebnisse.
  2. Neigungswinkel: 30 Grad ist ideal, vertikale Montage (Balkongeländer) ist im Winter oft effizienter.
  3. Verschattung: Bäume oder Nachbargebäude reduzieren den Ertrag.

Was kostet ein Balkonkraftwerk?

Im Vergleich zu großen Dachanlagen sind die Einstiegskosten gering:

  • Günstige Komplett-Sets: Ab ca. 600 Euro.
  • Premium-Modelle: Ca. 1.200 Euro (höherer Wirkungsgrad, besseres Design).
  • Systeme mit Speicher: Hier müssen Sie mit höheren Investitionskosten rechnen.

Balkonkraftwerk mit Speicher: Lohnt sich das Upgrade?

Ein Speicher ermöglicht es Ihnen, den tagsüber produzierten Überschuss am Abend zu nutzen, wenn die Sonne nicht mehr scheint.

Die Vorteile im Überblick:

  • Optimierter Eigenverbrauch: Weniger Strom verschenken, mehr selbst nutzen.
  • Höhere Unabhängigkeit: Reduzierung des Zukaufs von teurem Netzstrom.
  • Blackout-Vorsorge: Je nach Modell ist Notstrombetrieb möglich.

Wo kann die Anlage montiert werden?

Ein Balkonkraftwerk mit oder ohne Speicher ist flexibel einsetzbar:

  • Balkon: Der Klassiker am Geländer.
  • Garten/Terrasse: Aufgeständert im Freien.
  • Fassade: Ideal, wenn diese unverschattet nach Süden zeigt.
  • Dach: Auch auf Garagen- oder Flachdächern möglich.


Hinweis für Mieter: In Mietwohnungen ist meist die Zustimmung des Vermieters nötig. Mobile Systeme sind hier oft die beste Wahl.

5 Profi-Tipps für den Kauf & Installation

  1. Elektroinstallation prüfen: Lassen Sie besonders in Altbauten prüfen, ob die Leitungen für die Einspeisung geeignet sind (E-Check).
  2. Qualität kaufen: Achten Sie auf Zertifikate wie VDE oder TÜV. Wichtig ist der NA-Schutz (selbsttätige Freischaltstelle) für Ihre Sicherheit. Kaufen Sie beim Fachbetrieb wie smart-tronics statt beim Discounter.
  3. Anmeldung nicht vergessen: Informieren Sie Ihren Netzbetreiber rechtzeitig (mind. 2 Wochen vorher).
  4. Der richtige Standort: Südausrichtung bringt den meisten Ertrag über das Jahr, aber Ost/West verteilt die Produktion besser auf den Tag.
  5. Keine Mehrfachstecker: Schließen Sie die Anlage immer direkt an eine fest installierte Wandsteckdose an, um Brandgefahr durch Überlastung zu vermeiden.

Häufig gestellte Fragen zu Photovoltaik

Ist ein Balkonkraftwerk in Österreich meldepflichtig?

Ja. Kleinsterzeugungsanlagen benötigen zwar keine Genehmigung, müssen aber zwei Wochen vor Inbetriebnahme beim Netzbetreiber gemeldet werden. Ein digitaler Zähler ist Pflicht.

Unter optimalen Bedingungen erzeugt ein 800-Watt-Kraftwerk ca. 550 bis 750 kWh pro Jahr.

Bei hochwertigen Komponenten (Glas-Glas-Module, Marken-Wechselrichter) können Sie mit einer Lebensdauer von 20 bis 25 Jahren rechnen.

Oft kann das Balkonkraftwerk in die Haushaltsversicherung inkludiert werden. Bei der Allianz ist es z.B. oft über die Elektrogeräteversicherung abdeckbar. Fragen Sie aktiv bei Ihrem Versicherer nach!

Ihr Experte vor Ort: smart-tronics

Sie möchten nachhaltigen Strom produzieren, wissen aber nicht, welches System passt? Wir von smart-tronics unterstützen Sie von der Planung bis zur Umsetzung.

Unser Service:

  • Erstberatung durch Fachexperten.
  • Besichtigung vor Ort zur Klärung der technischen Voraussetzungen.
  • Smart Home Integration: Als zertifizierter Loxone-Partner integrieren wir Ihre PV-Anlage in Ihr intelligentes Zuhause. Der Loxone Miniserver verteilt die Energie effizient und maximiert Ihre Ersparnis.